Letzte Änderung:

09.06.2003

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Chile - das andere Südamerika

Von der Form her ist Chile ein kurioses Land: mehrere tausend Kilometer (insegesamt fast 4400km) lang und manchmal nur 200km breit.

Chile ist eines der abwechslungsreichsten Länder: Salzseen, wilde Küsten, Vulkane, Wüsten, Bergregenwald und Gletscher.

Leider hatten wir für Chile nur noch wenig Zeit, Arica in Nordchile war der südlichste Punkt unserer Südamerikareise.

So sind wir von Bolivien aus über den Lauca-Nationalpark nach Chile eingereist. Diese Route führte uns in eines der aufregensten Gebiete der Welt: durch den Feuergürtel der Anden an der Grenze zwischen Chile und Bolivien.

Mercedes - 30 Jarhe auf harter Piste im Einsatz!

Die Reise begann am frühen Abend in La Paz. Irgendwann war das Ende der Aspaltstraße erreicht und es begann eine einzigartige Schüttel(tor)tour über die Piste.  Er durchquert Flüsse und quält sich über die sandige Piste. Irgendwann fällt durch die Rüttelei die Elektrik aus ... was soll's, eine Taschenlampe auf dem Kühler tut es doch auch.

Mit Sonnenaufgang erreichten wir die Vulkankette, die die Grenze zwischen Chile und Bolivien bilden, mit den markanten Payachatas, den Zwillingsvulkanen Parinacota und Pomperabe (beides 6000er), sowie den Sajama, Boliviens höchster Berg mit 6540m
 

Postkartenmotiv: Die zwillingsvulkane

Der Bus kämpft sich hinauf in fast 4800m Höhe, um den Paß zwischen Chile und Bolivien zu bezwingen. War man auf Bolivianischer Seite noch im Sajama-Nationalpark, so befindet man sich auf chilenischer Seite im Lauca-Nationalpark. der sich durch wunderschön gelegene Seen umringt mit schneebedeckten Vulkanen auszeichnet.
 

Zeltcamp am Lago Chungara

Des Busfahrens leid campten wir (mit Zustimmung des NP-Rangers) an den Ufern des Lago Chungara (4600m). Dieser Bergsee liegt wunderschön direkt am Fuß des Parinacota.

Nach einer eisig kalten Nacht (-20°,ein Lob auf unsere Schlafsäcke!) konnten wir einen phantastischen Sonnenaufgang genießen. Über Nacht ist der Chungara komplett zugefroren, die roten Andenflamingos stehen auf dem Eis und warten wie wir auf die ersten wärmenden Sonnenstrahlen. Selbst unsere Wasserflaschen, die unter der Isomatte als Kopfkissen deponiert waren, sind durchgefroren. Morgenkaffee? Heute wohl nicht!

Gegen Mittag ging es dann auf bestens ausgebauter Straße durch hinunter zum Pazifik. Am Abend hörten wir die Brandung des pazifischen Ozeans. Und: nach 6 Wochen Hochland endlich Sauerstoff in Massen !!!

Wenn man aus den Andenländern kommt, merkt man deutlich einen Unterschied - Chile ist wesentlich europäischer geprägt.

Baden ist übrigens ein sehr erfrischendes Vergnügen: der Humboldtstrom ist eisig kalt!
 

Impressionen von Putre

Reiseführer

South American Handbook

Bei der Einreise nach Chile werden an der Grenze alle Lebensmittel aussortiert. Man muß das gesamte Gepäck ausbreiten und es untersuchen lassen. Auch Konserven kennen keine Gnade. Das ist besonders ärgerlich, wenn man aus Bolivien kommt und im Lauca campen will. Aber letztendlich ist es uns doch gelungen, unsere absolute Notration, eine Thüringer Salami, durchzuschmuggeln.
 

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