Letzte Änderung:

09.06.2003

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Guadeloupe

Der Karibische Inselbogen umfaßt eine Vielzahl von Inseln, die sich wie Perlen einer Kette von Florida bis an die Küste Venezuelas ziehen. Teilweise bilden die Inseln eigene Staaten (Kuba, Dominikanische Republik, Haiti usw.) aber einige der Inseln gehören zu Staaten in Übersee (französische und niederländische Antillen).

Jede dieser Inseln hat ihre eigene Geschichte und Kultur. Ehemals Westindien - der spanische, französische, holländische und britische Einfluß ist überall feststellbar.

Im Herbst 2001 hatte ich die Gelegenheit, Guadeloupe zu bereisen. Guadeloupe gehört zu den Überseeterritorien von Frankreich. Man schaue übrigens mal auf den Eurogeldschein, dort sind die Antillen mit abgebildet. So hat sich eine wunderbare Mischung aus französischer und südamerikanischer Lebensweise gebildet

Aus der Luft betrachtet ähneln die beiden Inselteile von Guadeloupe einen Schmetterling.
Basse-Terre im Westen der Insel ist Bergland, dominiert vom aktiven Vulkan Soufriere. Teilweise sind die Strände schwarz von vulkanischen Auswürfen.

Grande-Terre hingegen besteht aus einer Kalksteinfläche, ist im wesentlichen eben.

Die Insel ist verkehrsmäßig sehr gut erschlossen. Fahren ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn es geht sehr temperamentvoll zu.

Von Paris fliegt man bis Point-a-Pitre, der Hauptstadt des Departments, ca. 8h. Man merkt gleich, das man nicht mehr in Europa ist, auch wenn man auf dem Flughafen in der EU herzlich willkommen geheißen wird

Traumstrand

Mondaufgang an der Küste bei Sainte-Anne
 

Grande Terre - der flache Teil. Am Nordkap der Insel
 

Riesenwellen bei Point Noire
 

Die Insel teilt sich in einen bergischen und flachen Teil. Der bergische Teil ist vulkanischen Ursprungs. So ist der höchste Berg der Insel ein immer noch aktiver Vulkan (Soufriere, mit 1467m der höchste Punkt der Insel). Man kann ihn besteigen. Schön während des Aufstiegs riecht man an mehreren Stellen austretende Schwefelgase. Auf der Spitze des Vulkans kann man in mehrere Krater schauen, die teilweise noch immer lautstark übelstinkende Schwefelgase und Wasserdampf von sich geben. Wenn man dort oben steht, merkt man, daß die Erde wirklich nur aus einer sehr dünnen festen Kruste besteht.

Bei klarer Sicht kann man bis zur Insel Montserrat schauen. Als wir Guadeloupe besucht haben, stand über dem Hauptvulkan von Monserrat eine mächtige Rauchsäule - der Karibikbogen ist alles andere als ein seismisch ruhiger Ort.

Die Vulkanasche hat jedoch auch ihr gutes: unheimlich fruchbarer Boden. Auf diesem wächst natürlich Zuckerrohr in Massen, der auf der Insel hauptsächlich verflüssigt wird: in Rum.

Blick vom Vulkan Soflriere (1467m)...bis fast nach Martinique :-)
 

Plantagen der Domain de Severin - Destillerie
 

Da vergärt der Zuckerrohrsaft
 

Schwefeldampfspuckender Vulkanschlot
 

Cava de Rhum, Domain de Severin
 

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