Letzte Änderung:

09.06.2003

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Auf dem Inkatrail nach Machu Picchu

Teil 1: km88-Wayllamba

Der erste Teil des Inkaweges beginnt am km88 der Bahnlinie Cusco-Machu Picchu-Quillabamba. Nach dem obligatorischen Kontrollpunkt überquert man den Urubamba auf einer Hängebrücke. Der Weg führt danach durch Eukalyptuswäldchen zum Ort Llactapata (km3).

Nach einer Flußüberquerung steigt der Weg etwas an und man wandert den Cusichara aufwärts entlang. Dieses Tal zieht sich bis zum Salkantay hinauf, mit über 6000m der höchste Berg der Veronica Kette. Im Ort Wayllabamba (km10) zweigt der Weg nach MachuPicchu ab, läuft man den Inkaweg gerade aus, so kommt man am Salkantay und den Inkastätten Quilpa, Imkasamana und Inkaraqay vorbei über den Paß "wo dem Inka kalt wird" (5000m) nach Mollepata.

Der Inkaweg nach MachuPicchu beginnt dorfauswärts stark zu steigen

 

Der Weg führt direkt am Fluß entlang durch einen Wald und ist gut zu finden. Man passiert ein Steintor (Viehtor, gute Campmöglichkeit).

Bald hat man die Baumgrenze erreicht und läuft auf einer Wiese aufwärts (sehr gute Campmöglichkeit).

Der Weg steigt höher und höher, die Luft wird dünn und dünner, bis man den 1. Paß, den Paß "der toten Frau" erreicht hat (4200m, km20). Eine größere Pause ist nicht drin, hier oben ist es meist kalt und seh zügig.

Der Abstieg vom Paß führt teils steil über Stufen, teils als ausgetetretener Weg hinunter nach Pacamayo hinunter. Pacamayo (km23) liegt etwa auf 3500m Höhe. Es bietet sich an, hier zu campen, da die nächste Möglichkeit erst nach dem nächsten Paß folgt.

Der Weg zieht nun wieder steil nach oben Richtung zweiten Paß. Man erreicht die Ruinen Runkuracay, offensichtlich eine Raststation der Inkas am Weg nach MachuPicchu.

Oberhalb der Ruinen liegen zwei kleine Bergseen. Die Aussicht wird mit jedem Höhenmeter besser. Hat man den zweiten Paß endlich erreicht (km29, 4000m), so kann man von dort aus einen wunderbaren Rundblick auf die Cordiliera Vilcabamba und Vilcanota genießen.

Sollten jemanden noch nicht die Knie merken, so ist jetzt seine große Chance. Der Weg führt nun über Stufen steil bergab nach Sayajmarca (km34). Dieses Inka-Heiligtum sollte man nicht verpassen!

Unterhalb der Ruinen gibt es mehrere Möglichkeiten zum Campen.

Der Weg führt nun weiter leicht wellig durch Bergurwald und den Inkatunnel, einen ca. 15 m langen, in den Felsen eingehauenen Tunnel (km37). Hat man diesen passiert, zieht der Weg wieder an zum dritten und letzten Paß auf dem Weg (3700m). Von nun an geht's nur noch bergab.

Vorbei an den Ruinen von Phuyupatamarca nach Winay Wayna. Diese Ruienestätte dürfte die schönste am Trail sein und wurde erst in den 40iger Jahren dieses Jahrhunderts wieder"entdeckt". Es ist eine bemerkenswerte Anlage mit großen Terrassenfeldern.

Von Winay Wayna sind es nur noch 2..3h Fußmarsch zum Sonnentor. Man wandert oberhalb des Urumbaraflusses entlang bis man endlich nach ein paar Stufen am Intipunku, dem Sonnentor steht. Endlich sieht man MachuPicchu vor sich liegen !

 

Reisetipps:

Wer den Inkatrail läuft, sollte in guter körperlicher Verfassung sein, um den Weg genießen zu können. Vor allen wegen der Stufen sind die Knie stark gefordert.

Schlafen kann man im Zelt oder teilweise in stallartigen Hütten. Auf jeden Fall ist ein warmer Schlafsack ein Muß.

Auf Verpflegung auf dem Trail kann man NICHT rechnen. Es gibt keine Verpflegungsstände.

Vor 11Uhr sieht man die Ruinen noch mit wenig Touristen. Der Aufstieg auf und vor allem der Abstieg vom Wayna Picchu sollte nur von Personen vorgenommen werden, die schwindelfrei sind.

Wir haben unterhalb des Bahnhofs auf einem kleinen Platz direkt am Urubamba gezeltet und am Bahnhof unsere Rucksäcke untergestellt.

Übrigens gibt es nichts besseres, als sich nach der Wanderung am Abend in die heißen Quellen von Aquas Caliente zu legen und ein kaltes Cusquenia zu trinken! :-)

 

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